Warum will der MDR die Sendung einstellen?

Eine verbindliche (offizielle) Verlautbarung gibt es dazu bisher nicht, die Stellungnahme der Zuschauerredaktion auf eingegangene Protestschreiben lautet unisono


Leider ist der Mitteldeutsche Rundfunk in besonderem Maße von der Abwanderung von Gebührenzahlern und Gebührenausfällen betroffen. Allein gehen jedes Jahr rund 70 000 Menschen als Gebührenzahler, z.B. durch Wegzug, verloren. Das führt zu erheblichen Mindereinnahmen, so daß unser Haus zusätzliche Einsparungen vornehmen muss. Davon bleibt das Programm nicht verschont und trifft auch diese Sendung.

Diese Argumentation mit der wirtschaftlichen Lage mag vordergründig stimmig sein, stellt sich im Zusammenhang mit der extrem aufwändigen Begleitung der Olympischen Winterspiele als Hauptverantwortlicher innerhalb der ARD aber zumindest zweifelhaft dar.
Eine generelle “Verschwörung” gegen “die Eisenbahn” ist auch nicht unbedingt als vorrangiger Grund zu erwarten, auch wenn zumindest in höheren Entscheidungsrängen des MDR die Relevanz und Akzeptanz der Eisenbahnprojekte in den drei Heimatländern der Sendeanstalt mit Sicherheit nicht erkannt wurde.

Es ist vielmehr zu vermuten, dass mit der Sendung “der Weg des geringsten Widerstandes” gegangen werden sollte. Bei einer externen Produktionsfirma hat der Personal-/Betriebsrat kein Problem, die wahrscheinlich nicht berauschenden Einschaltquoten auf dem grottenschlechten Sendeplatz Freitag Nachmittags haben da nur als Katalysator wirken müssen.

Doch dass die Sendung die mit weitem Abstand besten Abrufzahlen einer MDR-Sendung aus der Online-Mediathek hatte (wie am 30.11. bei der Verleihung des Claus-Köpcke-Preises berichtet), fand dabei offensichtlich keine Beachtung.