Helge Scholz am 31. Januar 2010 Tagebuch HS
Neue Ideen haben wir versprochen und machen jetzt auf einer ganz anderen Ebene „Ernst“. Grundlegend soll festgestellt werden, dass Ihre Unterstützung der Aktion unseren Dank verdient. In der MDR-Sendezentrale ist man mehr als aufmerksam geworden, vielleicht sogar von der Nachhaltigkeit überrascht.
Über Foren und Eisenbahn-Themenseiten, die unsere Aktion mit Links unterstützen, haben wir hauptsächlich Eisenbahnfreunde erreicht. Die MDR-Bahnzeit gehört in die Medienlandschaft und wird von vielen Zuschauern geschätzt, die mit den Inhalten der Sendungen auch die Regionen neben den Gleisen kennen lernen und das nicht missen wollen. Zum Stand der Aktion „Rettet die Bahnzeit!“ haben wir eine Pressemitteilung an die Tages- und Lokalzeitungen im Sendgebiete gerichtet.
Eine avisierte Veröffentlichung im „WochenSpiegel“ sei als Erstes genannt. Der Geschäftsleitung gilt unser Dank für ihre positive Einstellung zur Protestaktion. Diese Heimatzeitung erscheint (in der Summe aller Lokalausgaben in West- und Mittelsachsen) in einer Gesamtauflage von rund 700.000 Exemplaren. Am 10. Februar wird der Artikel in allen Lokalausgaben erscheinen. Wir hoffen, dass damit ein ganz anderer Freundeskreis einer der beliebtesten MDR-Sendereihen von der Aktion informiert werden kann.
Wir bleiben am Ball und hoffen, dass auch die anderen Zeitungen im Sendegebiet hier gleiches Engagement zeigen. Getreu dem Motto: „Auch wir retten die Bahnzeit!“
Helge Scholz
Jörg Müller am 29. Januar 2010 Tagebuch JM
Die nächste symbolische Schwelle wurde um 22.05 Uhr überschritten: 2000 bestätigte Unterschriften, dazu unzählige Postkarten, E-Mails, Briefe an den und Telefonate mit dem MDR.
Die “gewöhnlich gut unterrichteten Kreise” berichten von einer nervösen Stimmung beim Thema “Bahnzeit” in der MDR-Zentrale, aus Telefonaten mit der Zuschauerredaktion wird von “sehr angespannter Bemühtheit” gesprochen. Wir denken, der konzentrierte Protest zeigt Wirkung. Solch ein Zustand ist für die Arbeit auf Dauer nicht förderlich.
Zweitausend Unterschriften sind eine ganze Menge, bedenkt man, dass es viele Vorbehalte gegen eine Namensnennung im Internet gibt, dass viele Zuschauer keinen Netzzugang haben und dass es auch schwierig ist, viele Interessenten der Sendung zu erreichen. Deshalb wird sich der tägliche Zuwachs sicher etwas abschwächen – doch wir machen weiter! Es gibt noch ein paar Ideen im Köcher und noch viele Unterstützer zu gewinnen.
In den nächsten Wochen, während der Winterferien und dem damit anwachsendem Zuspruch auf den verschiedensten Modellbahnausstellungen landauf landab, lassen sich weitere Unterstützer finden. Helfen Sie mit, verteilen Sie Protestkarten an Ihren Ständen und Anlagen! Wir stellen Ihnen gern noch Karten zur Verfügung – E-Mail an info@rettet-die-bahnzeit.de genügt. Weitersagen hilft!
Danke an alle bisherigen Unterstützer.
Jörg Müller am 27. Januar 2010 Tagebuch JM
Die Antworten der Zuschauerredaktion des MDR auf die Protestschreiben weisen auf ein Problem hin, dem besondere Aufmerksamkeit zukommen sollte: Für welche Zielgruppe wird die “MDR-Bahnzeit” eigentlich produziert? Man habe verschiedene Sendeplätze ausprobiert und kein steigendes Zuschauerinteresse festgestellt, so der Grundtenor des bekannten Schreibens aus Leipzig.
Aber was ist die “Zielgruppe”, welche Menschen sollen denn erreicht werden?
Freitagnachmittags erreicht man jedenfalls nicht das Gros der arbeitenden Bevölkerung. Man erreicht auch nicht die “Familienoberhäupter”, die fürs Wochenende vorsorgen müssen. Man erreicht auch nicht die, bei unterschiedlichsten Eisenbahnthemen engagierten, Menschen.
Zielgruppe sind, nach meinem Verständnis jedenfalls, Menschen die mit beiden Beinen aktiv im Leben stehen, sich engagieren, sich interessieren, ihr Leben selber gestalten und dafür gern auch Anregungen und Informationen aus dem Fernsehen nutzen. Aber diese Menschen lassen sich sicherlich auch schwer in ein Sendekorsett zwingen – demzufolge stellt ein anderer Sendeplatz nicht zwangsläufig eine Verbesserung der Quote in Aussicht. Bei “Parteienforschern” heißt diese, stark von äußeren Begleitumständen, Stimmungen und eigenen Aktivitäten gesteuerte Gruppe “Wechselwähler”. Sollte man das nicht auch beim Fernsehen viel stärker bei der Definition von “Zielgruppen” beachten?
Fernsehsendungen, die ein sehr fernsehaffines Publikum bedienen, haben es einfacher. Ein regelmäßiges und eher fernsehorientiertes Stammpublikum sichert ständig eine gute Quote. Das ist wohl war.
Beim Vergleichen der Einschaltquote von Sendungen auf dem gleichen Sendeplatz können also nicht nur die nackten Zahlen gegenüber gestellt werden – bei gleicher Quote, so behaupte ich, hat die MDR-Bahnzeit sogar ein viel größeres Stammpublikum. Nur kann dieses Stammpublikum aus verschiedenen Gründen die Sendung eben nicht regelmäßig verfolgen – zum Glück gibt es dafür die Mediathek. Die Nachfrage nach der ”MDR-Bahnzeit” ist viel größer, als Quotenstatistiken aussagen – die Resonanz hier ist bester Beleg dafür.
Sagen Sie uns bitte Ihre Meinung dazu.
Helge Scholz am 25. Januar 2010 Tagebuch HS
Natürlich haben auch wir, Jörg Müller und Helge Scholz, uns mit einem ausführlichen Schreiben an den MDR-Intendanten gewandt. Dass wir darin auch auf die stetig wachsende Zahl der Unterstützer auf der Aktionswebseite verwiesen haben, ist selbstverständlich. Sollten wir eine Reaktion darauf erhalten, werden Sie es hier erfahren.
Wir sind sehr erfreut über die Unterstützung, inzwischen ist die 1500er Schwelle übersprungen – auch die persönlichen Worte in den Telefonaten mit uns, den E-Mails oder mit den Kundenbüros in Jöhstadt und Zittau geführten Gesprächen geben uns die Gewissheit, dass sich der Trend in den kommenden Tagen noch fortsetzt.
Unser Aufruf, mitzuhelfen die Aktion weiter publik zu machen, trägt Früchte. Zu einem erstaunlich hohem Maß kommen die Stimmen aus Regionen außerhalb des eigentlichen MDR-Sendegebietes. Sogar in Australien oder im Baltikum gibt es Fans der MDR-Bahnzeit! Die MDR-Mediathek macht es möglich und dabei sprechen wir bewusst nicht in der Vergangenheitsform.
Nutzen Sie doch auch einmal die Kommentarmöglichkeit zu den Beiträgen in unserem Tagebuch. Uns würde interessieren, wie Sie von der Aktion erfahren haben, was Sie von der Aktion halten und ob Sie Ideen haben, wie wir noch mehr Bahnzeit-Zuschauer erreichen können. Vielleicht gibt es hier Möglichkeiten, an die wir noch gar nicht gedacht haben.
Jörg Müller am 23. Januar 2010 Tagebuch JM
An unzählige Adressen im gesamten Bundesgebiet sind in der vergangenen Woche das Aufrufanschreiben und die Protestkarten verschickt worden – jetzt ist es die Aufgabe der Empfänger unserer Post, diese sachgerecht zu verwenden. Jetzt ist die Aufgabe an jedem Einzelnen, die Aktion weiter bekannt zu machen – es ist schließlich eine Gemeinschaftsaktion.
Viele Zuschauer der MDR-Bahnzeit sind nicht oder nur sporadisch im Internet unterwegs. Diese müssen wir gemeinsam aber auch erreichen.
Was Sie tun können? Weitersagen, weitersagen – die Empfehlung von Freunden und Familienangehörigen wirkt Wunder. Tragen Sie die Kunde von unserem Tun an Arbeitskollegen, Bekannte, Verwandte und Vereinsfreunde weiter.
Der MDR-Rundfunkrat wird Anfang Februar wieder zusammen kommen. Dort muß das Thema “MDR-Bahnzeit” auf die Agenda. Wir haben in den vergangenen Tagen einige E-Mails von mehreren Unterstützern bekommen, die in sehr umfangreichen Briefen den Rundfunkratsmitgliedern unsere Forderung dargelegt haben. Eine reichliche Woche ist noch Zeit – weitere Argumente helfen den Teilnehmern der Rundfunkratsitzung sicherlich.