Archiv für Dezember, 2009

Aufruf an die Leser des Preß´-Kurier

Titelbild PK 111“Der Preß´-Kurier”, Ausgabe 6/2009, Dez´09/Jan´10 (Heft 111)
ISSN 1439-1406, Seite 3 - Auszug aus Editorial

es ist schon ein bezeichnendes Stück Ignoranz, wenn die Geschäftsführung und Intendanz der öffentlich-rechtlichen Anstalt Mitteldeutscher Rundfunk rund zwei Wochen nach der Verleihung des Claus-Köpcke-Preises 2009 in der Kategorie Medien an das Team der “MDR Bahnzeit” die Einstellung der Sendung verfügt. Bezeichnenderweise nach der 99. Sendung Mitte Dezember.

Da hatte sich, gerade im Zusammenhang mit dem in letzter Zeit anwachsenden öffentlichen Bewußtsein für den kultur- und technikgeschichtlichen Fundus der Eisenbahnen im Sendegebiet dieser Rundfunkanstalt, eine Fernsehsendung soweit profiliert, daß sie ihren Inhalt an den tatsächlichen Interessen einer nicht zu unterschätzenden Zielgruppe orientierte – da wird sie eingestellt. Jetzt stelle ich mir schon die Frage, ob vielleicht doch im Zusammenhang mit den gewaltigen Aufgaben bei der Gestaltung des Programms zu den olympischen Winterspielen 2010 nun andere werthaltige Produktionen geopfert werden, um den Haushalt zu sanieren? Oder konnte man aufgrund eines an der Zielgruppe vorbei geplanten Sendeplatzes ein Desinteresse der Zuschauer beweisen? Werden wir Gründe für die Einstellung je erfahren?

Den Kommentar in dieser Ausgabe hatte ich bereits einige Tage vor der Nachricht geschrieben – ich habe ihn dennoch unverändert gelassen, auch wenn sich die Vorahnung schneller, als für möglich gehalten, bestätigt hat.

Lassen wir das nicht auf uns sitzen – richten Sie ihren Protest an den MDR und in Leserbriefen an Zeitungen – der MDR-Intendant sollte wenigstens erfahren, daß es im Sendegebiet genug Eisenbahninteressierte gibt, die über diese Entscheidung sehr sauer sind.

>>> Link zum Editorial PK 111 <<<

Ein Kommentar

Mit dieser Sendung endet die Sendereihe “MDR-Bahnzeit”

Internetpräsentation des Mitteldeutschen Rundfunks (www.mdr.de);
Mitteilung auf der MDR-Bahnzeit-Seite nach Ausstrahlung der 99. Sendung am 11.12.2009

“Mit dieser Sendung endet die Sendereihe “MDR-Bahnzeit”. Liebe Zuschauer, liebe Eisenbahnfreunde: Vielen Dank für die Treue, die Sie uns über Jahre gehalten haben.”
Wolfgang Brinkschulte  MDR Bahnzeit | 11.12.2009

 

>>> Link zur MDR-Bahnzeit-Homepage <<<

Ein Kommentar

Claus-Köpcke-Preis 2009

"Dampfbahn-Magazin", 4/2009
ISSN 1866-2366, Auszug aus Beitrag Seite 4/5

… Den Claus-Köpcke-Preis 2009 in der Kategorie “Medien” erhielt der Mitteldeutsche Rundfunk für die umfassende Berichterstattung über den Bau der I K Nr. 54, deren Willkommenstour durch den Freistaat sowie dem Aufbau der DAMPFBAHN-ROUTE Sächsische Schmalspurbahnen. “Sowohl das Team der MDR Bahnzeit als auch die Kollegen von MDR 1 Radio Sachsen haben diese Ereignisse mit zahlreichen Sendungen einer breiten Bevölkerung anschaulich und spannend näher gebracht. Damit haben Sie die Bekanntheit der sächsischen Schmalspurbahnen und insbesondere der neu gebauten Lok I K enorm gesteigert”, lobte Dr. Andreas Winkler die Arbeit der Journalisten. Er hob besonders die Beiträge und Moderationen während der I K-Willkommenstour hervor.

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Kommentiert: Claus-Köpcke-Preis für die MDR-Bahnzeit

"Der Preß´-Kurier", Ausgabe 6/2009, Dez´09/Jan´10 (Heft 111)
ISSN 1439-1406, Seite 14

Kommentiert: Claus-Köpcke-Medienpreis 2009 für MDR-Teams

Das achtköpfige Kuratorium zur Verleihung des „Claus-Köpcke-Preises“ (http://www.ssb-sachsen.de) entschied sich bei der Auswahl zum Medienpreis 2009 für die Teams der Sendung „MDR-Bahnzeit“ um Moderator Wolfgang Brinkschulte sowie von MDR 1 RADIO SACHSEN aufgrund ihrer besonderen Berichterstattung über die Willkommenstour der I K Ende Juni sowie die im Aufbau befindliche „Dampfbahn-Route“.
Soweit so gut – mögen manche sagen. Doch steckt hinter der Preisverleihung viel mehr als nur eine Danksagung für die geleistete Arbeit – man könnte da ja auf den Trichter kommen, sie haben nur („… endlich mal …“) ihre Arbeit getan. Nicht nur, daß dies mit Sicherheit eine ungerechte Beurteilung der Leistung der Mitarbeiter der Rundfunkanstalt für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wäre – es wäre schlichtweg falsch! Die prämierten Teams haben sich außergewöhnlich engagiert – deshalb ist der Preis berechtigt!

Es ist die vordringliche Aufgabe der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, zu informieren, zur Bildung und zur Unterhaltung beizutragen. Das erste Jahrzehnt der Existenz des MDR hat nicht gerade dazu beigetragen, die Erkenntnis wachsen zu lassen, daß die Eisenbahn (als Technik) noch eine entscheidende Rolle in der Gesellschaft spiele. Der Rückzug der Eisenbahn aus der Fläche, Akzeptanzprobleme mit den Veränderungen und insbesondere die teilweise sehr bescheidene Anbindung der Regionen an das „deutsche Hochgeschwindigkeitsnetz“ in den drei Bundesländern hat die tatsächliche Präsenz der Bahn für viele Einwohner (= Zuschauer und Gebührenzahler) extrem verringert. Gerade dieser Grund hat ja auch bei vielen Vereinen dazu geführt, für sich die Rolle als Bewahrer der Technik und der Tradition zu reklamieren.

Seit dem 21. Januar 2001 gibt es die „MDR-Bahnzeit“, im Dezember 2009 übrigens mit der 99. Sendung, die sich genau diesem Thema annimmt – Informationen über Eisenbahn publik zu machen. Und die Sendung kämpft seit Beginn (anstaltsintern) mit dem Stigma, „Sparteninteressen“ für „Nietenzähler und Pufferküsser“ zu befriedigen. Daß die Themenvielfalt, zuletzt sicherlich besonders getragen durch die vielfältigen Aktivitäten auf den Schmalspurstrecken in Sachsen, aber auch durch eine breitere Wahrnehmung der gleichfalls bemerkenswerten Pro-jekte in Thüringen oder Sachsen-Anhalt, reichhaltiger geworden ist, konnte man an dem Themenmix der letzten Jahre gut beobachten. Nach Informationen aus der MDR-Online-Redaktion gehört die „MDR-Bahnzeit“ zu den am häufigsten abgerufenen Sendungen in der Mediathek. Diese Sendung ist beste Werbung für unsere Projekte, egal welcher Spurweite!

Durch die intensive Begleitung der I K-Willkommenstour ist auch bei den Machern der Sendungen des MDR ein viel besseres Feeling entstanden – für die Nachfrage nach derartigen Informationen und ihrem Wunsch, in den regio-nalen Programm etwas über ihre eigene Eisenbahnwelt erfahrbar zu machen. Nun muß diese Erkenntnis aber auch in der Chefetage ankommen, wo man immer nach Potentialen sucht, um Geld zu sparen. Und eine extern produzierte Sendung, wie die „MDR-Bahnzeit“ es ist, hat da gute „Chancen“, über die Kürzungsklinge zu springen.
Deshalb war der Preis auch ein Signal für die Zukunft: Wir brauchen diese Sendung weiterhin! Das ist für die Macher eine klare Botschaft und spiegelt unser Interesse wider.

Auf die (wohlwollende Befürwortung durch die) Landespolitik können wir dabei nicht setzen, in Zeiten einer breiten Diskussion über politisch motivierte Einflußnahme bei der Ämterbesetzung beim ZDF wird der MDR-Intendant jeden Einmischungsversuch in die Programmgestaltung durch die Landesregierungen galant zurückweisen können.

Hier sind wir selbst gefragt: Liebe PK-Leser und Gebührenzahler in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen: Meldet Euch direkt beim MDR! Schreibt Meinungen, Kommentare, Forderungen und protestiert gegen eine (drohende) Absetzung der Sendung „MDR-Bahnzeit“. Diese Stimmen haben Gewicht!

Ich hoffe auf Eure Mitwirkung.
Jörg Müller

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Medienpreis für Mitteldeutschen Rundfunk

Verein zur Förderung Sächsischer Schmalspurbahnen e.V., Dresden
Pressemitteilung vom 30.11.2009

Claus-Köpcke-Preis 2009 vergeben

Medienpreis für Mitteldeutschen Rundfunk


Mit dem diesjährigen Claus-Köpcke-Preis in der Kategorie „Medien“ würdigte
der VSSB die umfangreiche Berichterstattung des Mitteldeutschen Rundfunkes über den Bau
der I K Nr. 54, deren Willkommenstour durch den Freistaat sowie den Aufbau der DAMPFBAHN-
ROUTE Sächsische Schmalspurbahnen. „Sowohl das Team der MDR-Bahnzeit als
auch die Kollegen von MDR 1 Radio Sachsen haben diese Ereignisse mit zahlreichen Sendungen
einer breiten Bevölkerung anschaulich und spannend näher gebracht. Damit haben sie die
Bekanntheit der sächsischen Schmalspurbahnen und insbesondere der neu gebauten Lok I K
enorm gesteigert“, lobte Dr. Andreas Winkler die Arbeit der Journalisten. Er hob besonders die
Beiträge und Moderationen während der I K-Willkommenstour hervor. „Mit professioneller
Moderation, die tausende Zuschauer begeisterte und täglich neuen Reportagen war die Woche
ein Erlebnis für Besucher vor Ort wie Zuhörer gleichermaßen“, so Winkler weiter.

>>> Link zur Pressemitteilung <<<

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